Projekt InfoHand - Informationsmanagement im Sanitaerhandwerk fuer den Aufbau optimierter Geschaeftsprozesse Projektforschungsstelle: FIR e. V. an der RWTH Aachen
Das IGF-Vorhaben 16489 N der Forschungsvereinigung Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. - FIR an der RWTH Aachen, Pontdriesch 14-16, 52062 Aachen wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 1.05.2010 bis 30.04.2012 gefördert.

Ausgangssituation

Zunahme der Regelwerksanforderungen für Betriebe des Sanitärhandwerks


Die Betriebe des Sanitärhandwerks sehen sich in der Praxis mit einer immer größeren Anzahl von Regelungen und Normen konfrontiert. Mit der deutlichen Zunahme der Regelwerksanforderungen und der damit verbundenen Komplexitätssteigerung sind vor allem die kleinen Handwerksbetriebe aus kapazitiven Gründen überfordert, so dass in der Praxis nicht immer alle Regelungen und Normen beachtet werden. Hinzu kommt, dass Normen meist sachlich und technisch orientiert sind und sich nicht an handwerklichen Prozessen orientieren. Die sachlich-technische Orientierung der Normen führt dazu, dass einerseits für einen einzelnen Geschäftsprozess zahlreiche Normen beachtet werden müssen, andererseits aber aus einer Norm nur Teilbereiche für den einzelnen Prozess relevant sind. Handwerksbetriebe wünschen sich folglich eine situationsspezifische Bereitstellung der relevanten Regelungen, um nicht ständig manuell und aufwendig suchen zu müssen.

Eine weitere Problematik für Handwerksbetriebe ergibt sich aus dem Trend zu mehr funktionalen Ausschreibungen und Verträgen im Baugewerbe. Dieser Trend verursacht ein steigendes Bearbeitungsrisiko für das Handwerk. Dieses sieht sich immer häufiger Sachverständigen gegenüber, deren Auftrag es ist – auch bei funktionierenden Anlagen – durch Feststellung von Regelwerksabweichungen finanzielle Minderungen durchzusetzen.

Im Sanitärhandwerk besteht zudem bei Produkten der Gebäudetechnik ein Trend zum vermehrten Einsatz von I+K-Technologien (z. B. Mobiltechnologien), Systemtechnologien (z. B. Kraft-Wärme-Kopplung) und eingebetteten "Fremdtechnologien" (z. B. Motoren, Brennstoffzellen, Absorber etc.). Die damit verbundenen kürzeren Innovationszyklen in der technischen Entwicklung führen zu einem stetig steigenden Wissensbedarf und steigenden Qualifikationsanforderungen im Handwerk. Handwerksbetriebe können aus kapazitiven Gründen kein vertieftes Wissen in zahlreichen sich ständig verändernden Bereichen vorhalten und aufbauen. Deshalb ist aufgrund der beschriebenen Trends eine prozessorientierte Informations- und Wissensbereitstellung von Regelwerken und sonstigen Informationen erforderlich.

Ein Lösungsansatz zur Risikominderung im Handwerk ist die Entwicklung eines Informations-Providers, der Informationen aus Regelungen und Normen bei der Bearbeitung der Geschäftsprozesse situationsspezifisch bereitstellt, so dass das Handwerk bei jedem Prozessschritt regelwerkskonform agieren kann.

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