Projekt InfoHand - Informationsmanagement im Sanitaerhandwerk fuer den Aufbau optimierter Geschaeftsprozesse Projektforschungsstelle: FIR e. V. an der RWTH Aachen
Das IGF-Vorhaben 16489 N der Forschungsvereinigung Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. - FIR an der RWTH Aachen, Pontdriesch 14-16, 52062 Aachen wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom 1.05.2010 bis 30.04.2012 gefördert.

Vorgehensweise

Arbeitspakete


Die Realisierung des Forschungsprojekts gliederte sich in sieben Arbeitspakete (AP), deren Zusammenhang in folgender Abbildung dargestellt ist.

Arbeitspakete des Projeks InfoHand [Grafik: FIR]
Arbeitspakete des Projeks InfoHand [Grafik: FIR]

Zunächst wurden im Rahmen des ersten Arbeitspakets (AP1) die betrachteten Geschäftsprozesse und der Umfang der Informationsbereitstellung und der IT-Unterstützung eingegrenzt. Im zweiten Arbeitspaket wurden die handwerklichen Geschäftsprozesse aufgenommen, analysiert und ausgehend von identifizierten Good Practices modelliert und zu Referenzprozessen aufbereitet. Weiterhin wurden in AP2 die Informationsflüsse analysiert, um hierauf aufbauend ein Informationsmodell aufzubauen. Die Verschmelzung der Referenzprozesse mit dem Informationsmodell lieferte dann das „integrierte Informations-Prozessmodell“.

Anschließend wurden im Rahmen des AP3 sowohl die Anforderungen des Handwerks als auch die technischen Anforderungen erhoben und eine Potenzialanalyse der Technologien durchgeführt. Diese Anforderungen flossen in die Konzeption und die Umsetzung des Informations-Providers (AP4) ein.

Um Regelwerke und Informationen vorhabensabhängig darstellen zu können, wurde z. B. im Rahmen der Konzeption des Informations-Providers das Sanitärhandwerk in seinen unterschiedlichen Ausprägungen von Experten des Zentralverbandes über eine Merkmalsmatrix kategorisiert. Über diese umfangreiche, mehrstufige Merkmalsmatrix konnten die wesentlichen Vorhaben im Sanitärhandwerk so abgebildet werden, dass ein Handwerksbetrieb schnell sein konkretes Vorhaben bestimmen kann.

Zunächst wurden für ein typisches Referenzvorhaben (z. B. eine Badsarnierung) alle relevanten Regelwerke bestimmt und den Kategorien der Merkmalsmatrix (Einfamilienhaus/Mehrfamilienhaus, Neubau/Bestand, Größe des Gebäudes, Sanitärbereich etc.) und damit dem Vorhaben zugeordnet. In einem nächsten Schritt wurden die Regelwerke mit Keywords getaggt, so dass der Anwender bei Auswahl seines Vorhabens, die zu beachtenden Regelwerke erhielt.

Für eine dauerhafte Nutzung einer marktgerechten Informationsbereitstellung, die auf der prototypischen Umsetzung im Projekt aufbauen kann, wurde im AP5 ein Geschäftsmodell basierend auf sechs Partialmodellen entwickelt.

Die Teilergebnisse des Projekts (integriertes Informations-Prozessmodell, IT-Plattform zur Prozessunterstützung bzw. zur Informationsbereitstellung und Geschäftsmodell) wurden jeweils einzeln anhand von Workshops bzw. der proto­typischen Einführung des Informations-Providers evaluiert (AP6). Die Dokumentation der Arbeitsschritte und der Transfer der Ergebnisse in die Handwerksbetriebe (AP7) erfolgten kontinuierlich während der gesamten Projektlaufzeit.

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