Projekt 'eStep Mittelstand' - Modulare Loesungen fuer den Mittelstand zur Staerkung der eigenstaendigen Integration von e-Business-Standards in komplexe Lieferkettenprozesse
Das Förderprojekt "eStep Mittelstand" war Teil der Förderinitiative "eStandards: Geschäftsprozesse standardisieren, Erfolg sichern", die im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurde.
Projektkonsortium:
eCl@ss e.V., Köln, Germany
FIR e. V. an der RWTH Aachen, Aachen, Germany
GRÜN Software AG, Aachen, Germany
GS1 Germany GmbH, Köln, Germany
TAPAS GmbH, Hamburg, Germany

Glossar beginnend mit K

Katalogaustauschformate

Im eBusiness ist der eKatalog nicht mehr wegzudenken: Er bildet das Herzstück von elektronischen Beschaffungssystemen, elektronischen Marktplätzen (eMarktplätzen) und Online-Shops und sollte auf einer Webseite nicht fehlen. eKataloge werden über Unternehmensgrenzen hinweg zwischen Lieferanten und beschaffenden Unternehmen ausgetauscht. Für diesen Austausch werden Katalogaustauschformate benötigt.

Käufer

Partner, an den Ware verkauft wurde und/oder eine Dienstleistung bereitgestellt wurde.

Klassifikationsstandards

Im eBusiness-Umfeld geht es nicht nur darum, Produkte eindeutig zu identifizieren. Produkte sollten auch in eine Gruppenstruktur eingeordnet werden, um sie mit anderen Produkten vergleichen und gemeinsam bearbeiten zu können. Außerdem sollten sie durch Merkmale eindeutig beschrieben werden, um eine Suche über Produkteigenschaften zu ermöglichen. Diesem Zweck dienen Klassifikationen, die Warengruppen und Untergruppen zur Verfügung stellen, denen Sie Ihre Produkte zuordnen können.

KompetenzKompetenz

Unter Kompetenz versteht man die Kombination von Ressourcen mit der Fähigkeit, diese Ressourcen zweckorientiert und koordiniert zu nutzen.

'Eine Kernkompetenz ist die dauerhafte und transferierbare Ursache für den Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens, die auf Ressourcen und Fähigkeiten basiert.' [KRÜG97, S. 10] (Wegehaupt)

KooperationKooperation

Zusammenarbeit unterschiedlicher Intensität, zeitlicher Dauer und Zielrichtung zwischen rechtlich selbstständigen Unternehmen zur Steigerung der gemeinsamen Wettbewerbsfähigkeit. Kooperationspartner können dabei sowohl Wettbewerber, d. h. Unternehmen der gleichen Wirtschaftsstufe als auch Unternehmen einer anderen Wirtschaftsstufe sein.

Intensitätsstufen der Zusammenarbeit:
(1) Informationsaustausch,
(2) Erfahrungsaustausch,
(3) Absprachen,
(4) Gemeinschaftsarbeiten ohne Ausgliederung einer (mehrerer) Unternehmensfunktion(en),
(5) Gemeinschaftsarbeiten mit Ausgliederung einer (mehrerer) Unternehmensfunktion(en),
(6) Gütergemeinschaft,
(7) Bildung eines Kooperationsmanagements,
(8) Gemeinschaftsgründung,
(9) rechtliche Ausgliederung des Kooperationsmanagements.

Die Institutionelle Ökonomie betrachten Kooperationen wiederum als eine zwischen Markt und Hierarchie angesiedelte, intermediäre Koordinationsform wirtschaftlicher Aktivitäten, die von einigen Vertretern auch als hybride Organisationsform bezeichnet wird. Ein Markt stellt eine Organisationsform ökonomischer Aktivitäten dar, in der beliebige Marktteilnehmer eine genau spezifizierte Leistung austauschen, wobei als zentraler Koordinationsmechanismus der Preis fungiert. Dabei besitzen die auf dem Markt aktiven Wirtschaftssubjekte zu diesem freien Zugang und unbeschränkten Austritt. Ihr Verhalten ist dadurch geprägt, dass sie begrenzt rational gestalten. Marktliche Beziehungen gelten als diskret, flüchtig, kompetitiv.

(Unternehmens-)Hierarchie hingegen meint die Koordination wirtschaftlicher Aktivitäten mittels Verhaltensanweisungen. Während Markttransaktionen über den Preis koordiniert werden, obliegt in diesem Fall die Koordination einer übergeordneten Institution und einheitlichen Leitung (Unternehmensleitung). Hierarchische Beziehungen basieren im Gegensatz zu marktlichen Transaktionen auf Stabilität und Kontinuität. Kooperationen als hybride Organisationsformen zwischen Markt und Hierarchie vereinen sowohl hierarchische als auch marktliche Elemente. Sie entstehen, indem Unternehmen ihre Zusammenarbeit intensivieren (Quasiinternalisierung) oder einzelne Funktionsbereiche ausgliedern (Quasiexternalisierung). Versucht man, diesen Sachverhalt zu visualisieren, so fungieren Markt und Hierarchie als Pole eines Kontinuums, zwischen denen ein breites Spektrum unterschiedlicher kooperativer Koordinationsformen zu positionieren ist, die entweder mehr marktlich oder mehr hierarchische Charakteristika aufweisen. (Etta 2003)

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